Philipp beim Forschen
30. Juni 2016

Deutschlands Wirtschaft fordert verbesserte Schulbildung für MINT-Talente

Die aktuellen Ergebnisse des MINT-Frühjahrsreport 2016 des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) verdeutlichen, wie notwendig Bildungsinitiativen, wie das plus-MINT Internatsstipendium, und die Förderung von MINT-Talenten bereits während der Schulzeit sind.

Die Studie zeigt: Arbeitskräfte mit naturwissenschaftlich-technischer Ausbildung sind in Deutschland weiter Mangelware. Unternehmen in Deutschland fehlten im April diesen Jahres 171.400 Arbeitskräfte im MINT-Bereich. Im Vergleich zu 2014 ist der Bedarf um 70 Prozent gestiegen. Alleine in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg zählte die Bundesagentur für Arbeit zuletzt 23.600 offene Stellen im MINT-Bereich, 7.400 richten sich an Akademiker, 12.400 gehen auf fehlende ausgebildete Fachkräfte zurück.

Dieser Mangel wird bereits seit Jahren gleichermaßen von Wirtschaft und Politik festgestellt und beklagt. Auch Thomas Lambusch, Präsident des Arbeitgeberverbands Nordmetall, stellt in einer Pressemitteilung zur Frühjahrsstudie fest: „Betriebe der Metall- und Elektroindustrie müssen immer häufiger mit immer größerem Aufwand schulische Defizite in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik in der Berufsausbildung ausgleichen.“ Dieses Beispiel zeigt, wie nötig eine gezielte Förderung von jungen MINT-Talenten ist – und das bereits während der Schulausbildung.

Umso erfreulicher ist es, dass mit dem Start der Bildungsinitiative plus-MINT im kommenden Schuljahr 18 top talentierte und hoch motivierte Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) von der 9. bis zur 12. Klasse in den MINT-Nachwuchs-Leistungszentren der Stiftung Louisenlund und Sankt Afra gefördert werden.


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