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4. Mai 2017

Im Gespräch mit Informatik-Professor Andreas Mühling

Prof. Dr. Andreas Mühling spricht im Interview mit plus-MINT über die Didaktik der Informatik, über die Schwerpunkte im plus-MINT Programm in Louisenlund und erläutert, was für ihn das Besondere an plus-MINT ist.

Mühling ist im Süden Deutschlands geboren und aufgewachsen. Nach einem Studium der Informatik an der TU München folgte der „Quereinstieg“ in die fachdidaktische Forschung in Informatik – hier stand das Interesse am Unterrichten im Vordergrund und die spannende Frage, wie Menschen eigentlich das Programmieren erlernen. Es folgte die Promotion, ebenfalls an der TU München, im Bereich der automatisierten Analyse von Wissensstrukturen. Seit einem Ruf an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel forscht er nun im hohen Norden weiter über Educational Data Mining und den Programmierunterricht, theoretisch an der Universität Kiel, praktisch im plus-MINT Internat Louisenlund.

Plus-MINT: Wo liegen Ihre Schwerpunkte im Informatikunterricht des plus-MINT Internats Louisenlund?

Andreas Mühling: Der Informatikunterricht im plus-MINT Programm in Louisenlund thematisiert von Anfang an die Programmierung sowie die technischen Grundlagen von informationsverarbeitenden Systemen. Dies beginnt beim Aufbau von Rechnern, umfasst aber auch die Funktionsweise von Computernetzwerken und Betriebssystemen. Die Programmierung beginnt mit dem Arduino, um dann später objektorientiert fortgesetzt zu werden.

Plus-MINT: Was ist für Sie das Besondere an plus-MINT?

Andreas Mühling: Ich finde es sehr gut, dass Jugendlichen die Möglichkeit einer intensiven Förderung geboten wird, die unabhängig vom Einkommen des Elternhauses ist. Aus meiner persönlichen Sicht finde ich es außerdem sehr erfreulich, dass das I in MINT tatsächlich in Form eines durchgängigen Informatikunterrichts berücksichtigt wird und die Jugendlichen so auf eine Zukunft in der digitalen Welt vorbereitet werden.

Plus-MINT: Was kann die Informatikdidaktik zu einer integrierten MINT-Didaktik beitragen?

Andreas Mühling: Die Informatik befasst sich zentral mit dem Konzept der Information, so wie es die Naturwissenschaften mit der Materie und der Energie tun. Die Fähigkeit, komplexe Systeme zu analysieren, zu modellieren und auch selbst zu erschaffen ist eine wertvolle Kompetenz über das Fach Informatik hinaus. Hier bieten sich viele Anknüpfungspunkte und Ergänzungen zu den Fachdidaktiken der anderen MINT Fächer.

Plus-MINT: Vielen Dank für das interessante Gespräch!

 


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