Die Landesschule Pforta steht sowohl für das Bestreben des Einzelnen, die eigenen Potenziale zu entdecken und zielstrebig zu entwickeln, als auch für das Lernen mit und von Gleichgesinnten.

An der Landesschule Pforta werden die Stipendiatinnen und Stipendiaten Teil des naturwissenschaftlichen Zweiges und lernen ab Jahrgangsstufe 9 bis hin zum Abitur gemeinsam mit anderen naturwissenschaftlich Interessierten in einer Klasse. Begabungsförderung wird dabei nicht als Verengung hin zu einseitigem Spezialistentum verstanden, sondern als eine Erweiterung der gymnasialen Allgemeinbildung, sodass die individuellen Neigungen und Fähigkeiten im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) durch vielseitige Zusatzangebote gefördert und gefordert werden.

So erhalten die Schülerinnen und Schüler des naturwissenschaftlichen Zweiges in den Klassen 9 und 10 zusätzlichen Unterricht in den Fächern Informatik, Astronomie, Logik, Psychologie, Weinbau und Analytische Chemie. Zudem wird der Physikunterricht durch einen bilingualen Kurs ergänzt.

In der 11. Jahrgangsstufe wird der Blick in Forschung und Technik durch ein außerschulisches Jahrespraktikum ermöglicht. Einmal wöchentlich fahren die Schülerinnen und Schüler in eine Forschungseinrichtung oder einen Industriebetrieb in der Region und arbeiten dort an Projekten, die weit über den schulischen Fachlehrplan hinausgehen. Über die Tätigkeit ist eine Facharbeit anzufertigen, wodurch die grundlegenden Kompetenzen wissenschaftlichen Arbeitens erworben werden. Hierbei besteht auch die Möglichkeit, die Facharbeit zu einer Besonderen Lernleistung (BLL) auszubauen und nach einer öffentlichen Verteidigung in die Abiturwertung einzubringen.

Ebenso über den Tellerrand des Unterrichts blicken die Schülerinnen und Schüler beim jährlichen „Tag der Technik“, welcher in Zusammenarbeit mit dem Halleschen Bezirksverein des VDI durchgeführt wird. Seit 20 Jahren pilgern hierzu Referenten aus Industrie und Hochschulen nach Schulpforte und bringen ihre Expertise durch Fachvorträge, Diskussionsrunden und Workshops in die Klostermauern.
Beim Astrophysikalischen Studientag schlüpfen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 12 dagegen selbst in die Rolle des Lehrenden und experimentieren mit der Klasse 9.

Die Teilnahme an Wettbewerben wie „Chemie – die stimmt!“ oder der Mathematikolympiade ist für naturwissenschaftliche Schülerinnen und Schüler verpflichtend. Darüber hinaus kann der individuelle Wissens- und Forscherdrang bei „Jugend forscht“, „Formel 1 in der Schule“, dem „Robocup“ etc. unter Beweis gestellt werden.

Neben den speziellen Zweigangeboten können die Stipendiatinnen und Stipendiaten auch in ihrer Freizeit ihren Horizont erweitern und beispielsweise den Nachthimmel mit der schuleigenen Sternwarte erforschen. Selbstverständlich stehen ebenso Freizeitangebote außerhalb des MINT-Bereichs zur Verfügung, wie beispielsweise die beiden Schulchöre, Instrumentalunterricht, Theaterspiel und -fahrten oder verschiedene Sport-AGs.

Schulisches und soziales Lernen werden in der Landesschule Pforta als ganzheitlicher Prozess begriffen, weshalb die Betreuung im Internat durch die Lehrkräfte erfolgt. Schule, Internat und Gelände sind selbstverständlicher Lebensraum für die Schülerinnen und Schüler. Das Ergebnis ist eine verdichtete Lernatmosphäre, welche erstaunliche Kreativitätspotenziale freisetzt.

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