Louisenlund – das MINT-Talentzentrum im Norden.

Die Stiftung Louisenlund bietet jungen Talenten im plus-MINT-Programm vielfältige Möglichkeiten, ihre Begeisterung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik auszuleben und dabei ebenso gefördert und gefordert zu werden. Bis zu 16 Schülerinnen und Schüler pro Jahrgang werden während des vierjährigen Ausbildungsgangs von Klasse 9 bis 12 in einer eigenen Klasse zum Abitur geführt, ein spezielles MINT-Curriculum betont dabei Intensität und Umfang der MINT-Fächer deutlich. In der 9. und 10. Klasse werden alle Schülerinnen und Schüler in einem Studium generale in allen MINT-Bereichen gleichermaßen geschult. Für die 11. und 12. Klasse wählen die Schülerinnen und Schüler dann zwischen dem physikalisch-technischen Zweig und dem chemisch-biologischen Zweig und können so ihre Interessen und Talente individuell ausbauen.

Im Unterricht wird der Schwerpunkt aufs eigene Entdecken gelegt, so dass die Schülerinnen und Schüler die Faszination von Naturwissenschaft in allen Fächern intensiv erfahren. Zusätzlich erhalten sie eigens entwickelte Unterrichtseinheiten in Informatik und Technik, fester Bestandteil ist zudem eine vollständige Ausbildung im schuleigenen THW-Stützpunkt des Technischen Hilfswerks. Auf diese Weise verknüpft das plus-MINT-Curriculum in Louisenlund MINT-Wissen mit dem Dienst an der Gemeinschaft, mit Wertevermittlung und Erziehung zur Verantwortung.

Alle plus-MINT Schülerinnen und Schüler führen selbstständig eigene Forschungsprojekte durch, gehen dabei intensiv eigenen naturwissenschaftlichen Fragestellungen nach und erwerben so schon während der Schulzeit die grundlegenden Kenntnisse wissenschaftlichen Arbeitens. Auch über die Unterrichtsinhalte hinausgehende Vorträge an Universitäten, Forschungseinrichtungen oder Unternehmen vertiefen das wissenschaftliche Verständnis. Exkursionen, mehrtägige Projektfahrten mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt und Fahrten auf dem schuleigenen Forschungsschiff „Kurt Hahn“ zu meeresbiologischen Forschungsfragen bringen die Schülerinnen und Schüler zur Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Themen auch mal bewusst außerhalb des Unterrichts.

Die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben (z. B. Jugend forscht, Mathematik-Olympiade, Informatik-Biber oder „Chemie – die stimmt!“) gehört zu jeder Klassenstufe dazu. In diesen Wettbewerben stellen die Schülerinnen und Schüler ihr Können unter Beweis und messen sich miteinander.

Neben den speziell für sie entwickelten Unterrichtsmodulen können die Schülerinnen und Schüler das breit gefächerte Angebot des Internates nutzen und hierbei bei Interesse auch weitere naturwissenschaftliche Schwerpunkte setzen, z. B. in der Modellbau- oder Biotechnologie-Gilde, im THW, der schuleigenen Feuerwehr oder der Imkerei. Im offenen Labor am Nachmittag oder bei Themen-Workshops an den Wochenenden ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten zum Forschen und Experimentieren. Selbstverständlich nehmen die Schülerinnen und Schüler außerhalb der MINT-Begabtenförderung am Freizeitangebot des Ganztagsgymnasiums Louisenlund teil – der Segelsport ist hier selbstverständlicher Teil des Programms, aber auch Theater und Chor, Orchester oder Hockey.

Die enge Kooperation der Stiftung Louisenlund mit Wissenschaft und Wirtschaft im plus-MINT-Programm eröffnet den Schülerinnen und Schülern zudem die Möglichkeit, Forschungspraktika in Unternehmen mit naturwissenschaftlichem Fokus zu absolvieren.

Finanzierung der Teilnahme an plus-MINT in Louisenlund

Die Teilnahme am plus-MINT Programm in Louisenlund ist unabhängig von der sozialen Herkunft möglich. Allerdings besteht die Erwartung, dass die Familie bereit ist, einen angemessenen Eigenbeitrag für dieses wirklich umfassende Programm für ihr Kind zu leisten.

Zur Frage, was „angemessen“ bedeutet, orientiert sich die Stiftung Louisenlund an den Regelungen der Härtefallregelung aus dem Schüler-BAföG. Diese bundesgesetzliche Regelung stellt den gesellschaftlichen Konsens dar, welche Ausgaben für die Bildung ihrer Kinder den Eltern zuzumuten sind. Die Höhe des Eigenbeitrages ist davon abhängig, wie leistungsfähig der Einzelne ist, was immer die Einzelfallprüfung voraussetzt.

Je nach Höhe des Familieneinkommens kann es sein, dass Sie für die Teilnahme Ihres Kindes am plus-MINT Programm keinen Eigenbeitrag aufbringen müssen, Sie einen „angemessenen“ Teil dieser Kosten übernehmen müssen oder Sie – bei sehr hoher finanzieller Leistungsfähigkeit – den gesamten Betrag selbst finanzieren.

In der 9. Klasse des plus-MINT Programms in Louisenlund erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Teilstipendium der Schule, um die Differenz zwischen dem „angemessenen“ Eigenbeitrag der Familie und den tatsächlichen Kosten des Programms auszugleichen. Die Berechnung des Eigenbeitrags orientiert sich an den BAföG-Berechnungen. Da die Mittel für Stipendien in Louisenlund begrenzt sind, gilt dieses Stipendium tatsächlich nur für ein Schuljahr.

Ab der 10. Klasse trägt die Familie die Kosten für das plus-MINT Programm grundsätzlich selbst. Beim zuständigen BAföG-Amt kann gemäß Härtefallregelung Schüler-BAföG beantragt werden. Das BAföG-Amt berechnet den angemessenen Eigenbeitrag der Eltern und übernimmt die Differenz der Kosten zwischen Eigenbeitrag und Kosten für das Programm in Louisenlund. Die BAföG-Förderung erhält das Kind als Antragsteller/in als Vollzuschuss. Die Förderung muss nicht zurückbezahlt werden.

Selbstverständlich unterstützt Sie die Stiftung Louisenlund bei allen Fragen hierzu. Ansprechpartner zu diesen Fragen ist Alexander Kinny. Sie erreichen Ihn unter der Telefonnummer +49 4354 999 403 bzw. unter alexander.kinny@louisenlund.de.

www.louisenlund.de