15. Mai 2018

+MINT Forschercamp zur IV. Hauptgruppe des Periodensystems an der Bergakademie Freiberg

Vom 02.- 05. Mai 2018 fand in Freiberg das zweite +MINT Forschercamp statt – die IV. Hauptgruppe des Periodensystems zog sich als roter Faden durch die vier Tage, die von Dr. Jens Viehweg, Fachleiter Mathematik und Naturwissenschaften am plus-MINT Internat Sankt Afra, hervorragend organisiert wurden.

18 Schülerinnen und Schüler aus den plus-MINT Internaten Birklehof, Louisenlund und Sankt Afra machten sich mit ihren Lehrern auf den Weg nach Freiberg, unterstützt wurde das Programm von drei Altschülern aus Sankt Afra und einer Freiwilligendienstleistenden aus Louisenlund. Nach der Anreise ging es für die Schülerinnen und Schüler gleich mit einem interessanten Programm im Institut für Keramik, Glas- und Baustofftechnik los. In einem Vortrag erfuhren die Schüler Wissenswertes über Glas eigentlich ist. In kleinen Gruppe konnte das Gelernte im Anschluss umgesetzt werden – Kupferbleche wurden emailliert und Glas gegossen.

Der nächste Tag begann mit dem Besuch im Lehr- und Forschungsbergwerk Reiche Zeche. in einer Tiefe von fast 150 Metern wurden Erzgänge aus unterschiedlichen Mineralisationszyklen erkundet und Pyrit und Bleiblende entdeckt. Nach dem Mittagessen in der Mensa hatte das mineralogische Institut ein umfangreiches Programm vorbereitet. In Kleingruppen lernten die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Methoden zur Bestimmung von Mineralien kennen, einfache Felduntersuchungen wie Härtebestimmung und Dichte, chemische Methoden wie Ätzversuche sowie die Bestimmung mit Hilfe von Röntgenreflexion. Die Kleingruppen waren den unterschiedlichen Elementen der vierten Hauptgruppe zugeordnet und erfuhren in der mineralogischen Sammlung entsprechend viel über Graphit, Diamant und Carbonate, Silikate oder Bleiglanz. Nach diesem ereignisreichen Nachmittag wurde anschließend noch der Freiberger Dom und die dortige Silbermannorgel besichtig.

Am Freitag wurden die Schülerinnen und Schüler dann wieder selbst aktiv und lernten im chemischen Institut verschiedene Analyseverfahren wie Flammenfärbung, Boraxperle und unterschiedliche Nachweise für Kationen und Anionen kennen, die sie anschließend selbst anwandten und damit sechs unbekannte Substanzen identifizierten. Eine schülergerechte Vorlesung über die Entwicklung des Periodensystems durch Mendelejew, die Entdeckung des Germaniums durch Clemens Winkler in Freiberg und die dadurch erfolgte Bestätigung der Ideen Mendelejews beendete das Universitätsprogramm am Nachmittag.

Gut aufbereitete Schülervorträge über die verschiedenen Elemente der IV. Hauptgruppe und die in Freiberg dazu gewonnenen Erkenntnisse und ein gemeinsames Grillen im Park vor dem chemischen Institut rundeten ein gelungenes plus-MINT Forschercamp ab.

 

 


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