14. Dezember 2021

Plus-MINT Schüler beim Juniorstudium

Dieses Jahr nehmen sechs Schüler aus Louisenlund am Juniorstudium der CAU Kiel im Fach Informatik teil. Mit über 600 anderen Studierenden besuchen sie das Modul “Einführung in die Informatik”. Da die Universität auf Grund der Pandemie noch in einem Hybridmodus läuft, können die Schüler an den Veranstaltungen per Zoom teilnehmen. Jede Woche müssen Videos geguckt werden, deren Inhalt dann während eines Vorlesungstermins besprochen wird. Darüber hinaus besuchen sie (auch via Zoom) eine Übung, in der Aufgaben gemeinsam bearbeitet werden und der Inhalt diskutiert werden kann. Basierend auf diesen Aufgaben müssen Hausaufgaben bearbeitet werden. Um zur Klausur zugelassen zu werden, müssen die Schüler zehn Aktivitätspunkte sammeln, die man durch korrekte Hausaufgaben bekommen kann. Eine weitere Möglichkeit solche Punkte zu bekommen, ist eine Teilnahme am Lighthouse Project und wir hoffen, dass wir Anfang des nächsten Jahres kreative Beiträge der Louisenlunder Schüler am Hochhaus der CAU in den Kieler Nachthimmel bewundern können.

Das Juniorstudium der CAU soll begabten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, nicht nur in ein Studium reinzuschnuppern, sondern in einzelnen Vorlesungen sogar am regulären Universitätsbetrieb teilzunehmen. Dies bietet die Möglichkeit schon während der Schulzeit Leistungspunkte für ein späteres Studium zu sammeln, da die CAU am Bologna-Programm teilnimmt. Neben den fachlichen Herausforderungen sind die Schülerinnen und Schüler auch mit der Verantwortung konfrontiert, die ein Studium mit sich bringt: Abgabefristen müssen eingehalten werden, es muss sich im Team ohne Anleitung abgestimmt werden wann und wie die Hausaufgaben gemacht werden und wie der Stoff nachgearbeitet wird. Einer der größten Unterschiede ist vermutlich zu lernen, dass eine Beteiligung in den Übungen und der Vorlesung nur einem selbst dient und sich nicht in einer mündlichen Note positiv auswirkt – das Bestehen hängt ausschließlich von einer Klausur am Ende ab.

Insgesamt bringt das Juniorstudium einen hohen zusätzlichen Arbeitsaufwand mit sich. Die Schüler sind zum Teil vom Unterricht freigestellt, um die Vorlesung besuchen zu können und müssen dementsprechend die Unterrichtsinhalte eigenständig nacharbeiten. Durch die digitale Teilnahme konnten sie ihre Veranstaltungen jedoch geschickt legen und die Freistellung vom Unterricht auf ein Minimum reduzieren. Bisher sind alle sechs Schüler sehr zufrieden mit dem Start des Studiums. Sie kommen mit den Inhalten gut zurecht und die zusätzliche Arbeitsbelastung stellt eine machbare Hürde dar. Durch die Möglichkeit per Zoom an den Veranstaltungen teilzunehmen, fällt für die Schüler eine zusätzliche lange Anfahrt weg, jedoch auch die Möglichkeit, das universitäre Leben vor Ort kennen zu lernen. Diese Möglichkeit werden sie aber gegebenenfalls in kommenden Semestern erhalten.


zurück