18. Januar 2022

Schüler gewinnen Bundessonderpreis

Zwei Schüler aus dem plus-MINT Programm überzeugen die Jury der Christoffel-Blindenmission (CBM). Carl Jacob Schreiber und Thule Reeps aus dem plus-MINT Internat Louisenlund konnten bereits den Landessonderpreis bei Jugend forscht gewinnen und standen nun auch beim Bundessonderwettbewerb der CBM auf dem Siegertreppchen und errangen den zweiten Platz.

Die beiden Schüler haben die Funktion von Blindenstock und Rollator kombiniert. Menschen, die zugleich Seh- und Gehprobleme haben, sind zur sicheren Fortbewegung bisher auf menschliche Unterstützung angewiesen. Mit einem Rollator können sie nicht gleichzeitig einen Taststock nutzen. Ein smarter Rollator überwindet jetzt auch diese Hürde und überzeugt als Geh- und Orientierungshilfe in einem. Carl Jacob Schreiber und Thule Reeps stecken hinter dieser Entwicklung. Sie bedienen sich der Ultraschalltechnik, um den Rollator Hindernisse in der Fahrbahn erkennen zu lassen. Werden Abstände zu knapp, warnen vibrierende Handgriffe ihre Nutzer vor dem potenziellen Hindernis. Dank dieses haptischen Feedbacks können Personen trotz Geh-, Seh- und sogar Hörproblemen sturzsicher mobil bleiben. „So einfach, so genial, befand unsere Jury, die vor allem auch hervorgehoben hat, dass nichts Vergleichbares auf dem Markt bekannt ist“, sagt CBM-Vorstand Dr. Rainer Brockhaus. „Solche Lösungen brauchen wir, um bei unseren CBM-Projekten weltweit Menschen mit Behinderungen bezahlbar und nachhaltig zu unterstützen“, lobt er.

Jedes Jahr zeichnet die CBM beim Wettbewerb der Stiftung Jugend forscht Innovationen für Menschen mit Behinderungen aus. Aus allen Landessiegern des CBM-Sonderpreises kürt die Entwicklungsorganisation Bundessieger. Die zwei Schülerinnen und Schüler aus Schleswig-Holstein haben sich mit den besten Jungforschern Deutschlands gemessen und überzeugt. Dafür erhält das Forscherteam 200 Euro.

Über die CBM

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) zählt zu den international führenden Organisationen für inklusive Entwicklungszusammenarbeit. Sie unterstützt Menschen mit Behinderungen in den ärmsten Ländern der Welt – und das seit mehr als 110 Jahren. Gemeinsam mit ihren lokalen Partnern sorgt sie dafür, dass sich das Leben von Menschen mit Behinderungen grundlegend und dauerhaft verbessert. Sie leistet medizinische Hilfe und setzt sich für gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe ein. Ziel ist eine inklusive Welt, in der Menschen mit und ohne Behinderungen ihre Fähigkeiten einbringen können und niemand zurückgelassen wird. Im vergangenen Jahr förderte die CBM 460 Projekte in 48 Ländern.


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